STERN: Studierenden-Raketen N2ORTH vor dem Start

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Ein Blick hinter die Kulissen: Die innovative Konstruktion der Experimentalraketen N2ORTH

In der kommenden Woche starten die zwei Experimentalraketen N2ORTH, entwickelt im Rahmen des STERN-Programms, vom Raumfahrtzentrum Esrange in Schweden. Die Studierenden der Universität Stuttgart haben die acht Meter langen Raketen mit einer besonderen Leichtbauweise konstruiert, um mehrfache Schallgeschwindigkeit während des Fluges zu erreichen.

Die Herausforderung der Leichtbauweise und innovativen Materialien

Die Studierenden des HyEnD-Teams haben mit der Konstruktion der N2ORTH-Raketen eine innovative Leichtbauweise aus Kohlefaserverbundwerkstoffen gewählt, um eine maximale Flughöhe zu erreichen. Diese Entscheidung stellte sie vor vielfältige Herausforderungen, da die Rakete nicht nur leicht, sondern auch stabil sein musste, um während des Fluges mehrfache Schallgeschwindigkeit zu erreichen. Besonders anspruchsvoll war die Gestaltung des Lachgastanks, der durch eine spezielle Beschichtung das Gewicht der Rakete um sieben Kilogramm reduzierte. Diese ingenieurtechnische Meisterleistung zeigt, dass Innovation und Kreativität in der Raumfahrt entscheidend sind, um technologische Grenzen zu überwinden.

Die Bedeutung des speziell konstruierten Lachgastanks

Der speziell konstruierte Lachgastank der N2ORTH-Raketen spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Projekts. Durch die Verwendung von Kohlefaser für die Außenhülle und einer Innenbeschichtung aus einem Teflon-ähnlichen Material konnte das Gewicht der Rakete signifikant reduziert werden. Diese Gewichtsersparnis ist von entscheidender Bedeutung, um die Rakete auf eine maximale Flughöhe zu bringen und mehrfache Schallgeschwindigkeit zu erreichen. Die Konstruktion und Funktionalität des Lachgastanks verdeutlichen die Präzision und das technische Know-how, das die Studierenden der Universität Stuttgart in dieses ambitionierte Raumfahrtprojekt einbringen.

Die Schutzmaßnahmen vor extremen Temperaturen während des Fluges

Während des Fluges der N2ORTH-Raketen sind sie extremen Temperaturen von bis zu 300 Grad Celsius ausgesetzt, die eine Herausforderung für die Struktur und Funktionalität der Rakete darstellen. Um die empfindliche Raketenstruktur vor diesen extremen Bedingungen zu schützen, wurde eine zusätzliche Schicht aus Kork und Kunstharz entwickelt, die als Hitzeschild fungiert. Diese Schutzmaßnahmen sind entscheidend, um die Integrität der Rakete während des Fluges zu gewährleisten und sicherzustellen, dass sie ihre Mission erfolgreich abschließen kann. Die Entwicklung und Implementierung dieser Schutzmaßnahmen unterstreichen das Engagement und die Sorgfalt, die die Studierenden in jedes Detail ihres Raumfahrtprojekts einfließen lassen.

Die Komplexität des Bergungssystems und innovative Fallschirmtechnologie

Das Bergungssystem der N2ORTH-Raketen zeichnet sich durch seine hohe Komplexität und innovative Fallschirmtechnologie aus. Neben dem Hauptfallschirm verfügen die Raketen über einen Überschallfallschirm, der beim Eintritt in dichtere Luftschichten zusätzlich abbremst. Die Entwicklung und Erprobung dieses Bergungssystems erforderte präzises Engineering und akribische Tests, um sicherzustellen, dass die Rakete sicher zur Erde zurückkehren kann. Die innovative Fallschirmtechnologie, die von den Studierenden selbst entwickelt wurde, zeigt ihr technisches Können und ihre Fähigkeit, auch in herausfordernden Situationen kreative Lösungen zu finden.

Datenanalyse und Vorbereitung für den zweiten Flug

Nach dem erfolgreichen Start der ersten N2ORTH-Rakete steht die umfangreiche Datenanalyse im Mittelpunkt, um Erkenntnisse für den zweiten Flug zu gewinnen. Die Studierenden werten die Flugdaten aus, vergleichen sie mit Computersimulationen und nutzen sie, um den nächsten Flug präzise vorzubereiten. Diese Phase erfordert eine gründliche Analyse und Planung, um sicherzustellen, dass der zweite Flug ebenso erfolgreich verläuft wie der erste. Die sorgfältige Vorbereitung und Auswertung der Daten sind entscheidend für den Fortschritt des Projekts und die Erreichung der gesteckten Ziele.

Die Erfolgsgeschichte des STERN-Programms und die Bedeutung für Studierende

Das STERN-Programm hat sich als Erfolgsgeschichte erwiesen, die Studierenden die einzigartige Möglichkeit bietet, praktische Erfahrungen in einem Raumfahrtprojekt zu sammeln und technologische Höchstleistungen zu erbringen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Experten des DLR und des Instituts für Raumfahrtantriebe erhalten die Studierenden wertvolle Einblicke und Unterstützung auf ihrem Weg zur erfolgreichen Raketenmission. Das Programm trägt nicht nur zur fachlichen Entwicklung der Studierenden bei, sondern fördert auch den Austausch von Wissen und Ideen zwischen den Teams, um gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.

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